Defibrillatoren werden zu wenig genutzt | Herz-Kreislauf
Gesundheit

In Deutschland werden Defibrillatoren zu wenig genutzt

Defibrillatoren | AEDS | Erste-Hilfe

Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass im Jahr 2016 mehr als 300.000 Menschen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstorben sind. Das bedeutet, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland.

Todesursachen in Deutschland | Herz-Kreislauf-Erkrankungen | Defibrillatoren

Es gibt Bestrebungen, diese Zahl zu senken, indem an öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen oder Einkaufszentren Defibrillatoren installiert werden. Diese dienen dazu, im Falle von Herzrhythmusstörungen den Patienten schnellstmöglich zu defibrillieren, d.h. einen elektronischen Schock abzugeben, der das Herz wieder im richtigen Rhythmus schlagen lässt.

Bei dieser Art von Defibrillatoren handelt es sich um Autmatisierte Externe Deifibrillatoren, kurz AEDS. Diese Geräte sind speziell für die Anwendung durch Laien geeignet und zeichnen sich durch eine einfach Hanhabung aus.

Dabei gilt es, innerhalb kürzester Zeit zu handeln. Je mehr Zeit vergeht, desto gravierender sind die Folgen für die Betroffenen, wie beispielsweise irreparable Gehirnschäden. Oftmals entscheiden weniger als fünf Minuten über Leben oder Tod.

Wir von ALMAS INDUSTRIES setzen uns deshalb bundesweit für die aktive Verbreitung und den Einsatz von Defibrillatoren in Notsituationen ein.

AED Datenbanken unzureichend

Es gibt zwar immer mehr Defibrillatoren, jedoch fehlt ein genauer Überblick darüber, wo sie zu finden sind. In einer Datenbank werden jährlich mehrere Tausend neue Geräte pro Jahr registriert. Genutzt werden sie allerdings viel zu selten, da niemand genau weiß, wo ein Gerät im Notfall zu finden ist und wie man es als Laie anwendet.

Da es keine Meldepflicht und kein einheitliches Register für Defibrillatoren gibt, ist es schwer zu sagen, wie viele Geräte bereits installiert wurden und an welchen Stellen sie sich befinden.

Der gemeinnützige Verein Definetz hat sich des Problems angenommen und verfügt über eine umfangreiche Datenbank, in der mehr als 26.000 Geräte in Deutschland registriert sind. Es ist jedoch anzunehmen, dass es noch deutlich mehr Geräte gibt, die nicht registriert wurden. Wer einen schnellen Überblick über die Defibrillatoren in der Umgebung braucht, kann die Notfall-App des DRK nutzen. Darin ist eine Karte mit dem Standort des nächsten erfassten Defibrillators zu finden.  

Hohe Überlebenschance mit Wiederbelebung und AED

Die Chance einer erfolgreichen Wiederbelebung dank eines Defibrillators liegt bei zeitnahem Einsatz bei 55 Prozent. Wird die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) sofort angewandt und kommt innerhalb von 3 Minuten ein Defibrillator zum Einsatz, so steigt die Überlebenschance sogar auf 75%

Defibrillatoren und HLW | Hohe Überlebenschancen

Ohne Defibrillator und ohne Wiederbelebungsmaßnahmen liegt die Überlebenschance lediglich bei acht Prozent. Der Grund dafür, dass die Defibrillatoren nicht so häufig zum Einsatz kommen, wie sie eigentlich gebraucht werden, liegt darin, dass man nicht vorhersagen kann, wann Herzinfarkte auftreten und somit auch keinen optimalen Ort für einen Defibrillator bestimmen kann. Hinzu kommt die Angst vieler Laien vor der Benutzung solcher Geräte. ALMAS INDUSTRIES setzt deshalb auf Transparenz und Informationsfluss.

Wer weiß, wie der Defibrillator benutzt wird, hat keine Scheu davor, ihn zu nutzen. Auch bietet es sich an, in öffentlichen Bereichen – zum Beispiel am Bahnhof oder in anderen Gebäuden – die Augen nach einem Defibrillator offen zu halten, um notfalls handlungsfähig zu sein.

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