Das Herz,  Erste Hilfe

Die Erste Hilfe im Betrieb mit Automatisierten Externen Defibrillatoren unterstützen

In Deutschland sterben jedes Jahr rund 100.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern am plötzlichen Herztod. Häufiger Grund sind Kammerflimmern oder -flattern: Rund 2.000 Menschen wöchentlich erleiden diese sogenannten Herzrhythmusstörungen – nicht selten auf der Arbeit. Im Fall einer schwerwiegenden Arrhythmie ist Schnelligkeit oberstes Gebot, denn bereits nach drei Minuten beginnen Gehirnzellen abzusterben, mit jeder Minute ohne wirksame Erste Hilfe reduziert sich die Überlebenschance des Betroffenen um rund zehn Prozent. Zu den erfolgsversprechenden Hilfsmaßnahmen zählt neben Herzdruckmassage und Beatmung auch ein technisches Hilfsmittel: der Defibrillator. Dank moderner Technik in den Automatisierten Externen Defibrillatoren (AEDs) sind die im Sanitäter-Jargon auch Defi genannten Geräte heutzutage ebenso durch Laien problemlos einsetzbar. Noch gibt es vom Gesetzgeber keine Pflicht für Unternehmen, derartige AEDs auf dem Betriebsgelände bereitzustellen – aus diesem Grund setzt sich ALMAS INDUSTRIES für eine stärkere Verbreitung von Automatisierten Externen Defibrillatoren auf freiwilliger Basis ein.

Mit dem Defibrillator das Herz wieder in den richtigen Takt versetzen

Ein Defibrillator kommt bei Kammerflimmern oder -flattern zum Einsatz und unterbricht den fehlerhaften Herzrhythmus durch einen oder mehrere gezielt dosierte Stromimpulse. Nicht selten nimmt das Herz daraufhin spontan den richtigen Schlagrhythmus wieder auf. Im Zusammenwirken des Schockgebers mit einer Herzdruckmassage und gegebenenfalls einer Atemspende kann zudem der Zeitraum bis zum Eintreffen des Notarztes überbrückt werden, denn zwischen der Alarmierung des Rettungsdienstes und dessen Eintreffen vergehen im Schnitt zwölf wertvolle Minuten. Der Defibrillator kann hier die Reanimation unterstützen und somit eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns und potenzielle, damit verbundene neurologische Schäden vermeiden helfen.

Während die klassische manuelle Defibrillation Ärzten vorbehalten ist, sind Automatisierte Externe Defibrillatoren gezielt so konzipiert, dass sie von jedem Laien bedient werden können. Die Anleitung führt den Helfer durch alle erforderlichen Schritte, beginnend mit der Anbringung von zwei Flächenelektroden auf dem Brustkorb des Betroffenen. Mithilfe dieser wird eine automatische Messung der Herztätigkeit vorgenommen. Wird bei der computergesteuerten EKG-Analyse eine defibrillierbare Herzrhythmusstörung erkannt, gibt das Gerät einen Elektroschock ab, oder die Helferin bzw. der Helfer erhält die Aufforderung, den Stromstoß durch Knopfdruck auszulösen (halbautomatischer AED). Nach der Defibrillation gibt das Gerät Anweisungen zur weiteren Vorgehensweise.

Der besondere Vorteil des DOC Defibrillators von ALMAS INDUSTRIES: Er stellt eine automatische Verbindung zur Rettungsleitstelle 112 her. So ist nicht nur ohne zeitliche Verzögerung Hilfe unterwegs, die dortigen Rettungsassistentinnen und -assistenten können den Laienhelfer auch über eine Telefonverbindung durch den Ablauf führen und bei jedem Schritt zusätzliche Unterstützung leisten.

In welchen Unternehmen machen AEDs besonderen Sinn?

Die Entscheidung zum Kauf oder zur Anmietung eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) sollte auf der Grundlage einer individuellen Gefährdungsbeurteilung getroffen werden. Hierbei gilt es, Faktoren wie die Zahl der Beschäftigten und deren Altersstruktur ebenso zu berücksichtigen wie betriebsspezifische Gefahren beispielsweise durch Elektrizität oder das Ausmaß des Kunden- bzw. Publikumsverkehrs. Auch die durchschnittliche Reaktionszeit des örtlichen Rettungsdienstes und die Erreichbarkeit des Betriebsgeländes sind von Bedeutung, da sie den Zeitraum bis zum möglichen Eintreffen des Krankenwagens bzw. Notarztes beeinflussen.

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