Hilfefrist wird oft nicht eingehalten - DOC-Defibrillator | ALMAS INDUSTRIES
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Jede Minute zählt – Rettungswagen brauchen im Notfall oft zu lange

Hilfefrist wird oft nicht eingehalten - DOC-Defibrillator | ALMAS INDUSTRIES
Hilfefrist wird oft nicht eingehalten – DOC-Defibrillator | ALMAS INDUSTRIES

Bei einem Notfall ist vor allem die Zeit ein ausschlaggebende Faktor, wenn es um Leben und Tod geht. Gründe sind vor allem Faktoren, die schlecht planbar, oder beeinflussbar sind.

Beispielsweise kann unterschiedlich viel Zeit vergehen, bis der Notfall überhaupt entdeckt wird. Hinzu kommt, dass umstehende Passanten oftmals nicht richtig erkennen, dass es sich um einen Notfall handelt und vor allem nicht wissen, was in solch einem Fall zu tun ist.

Mit die wichtigste Rolle spielt die Anfahrtszeit des Krankenwagens. Diese Zeiten sind allerdings extrem unberechenbar und im Durchschnitt brauchen Krankenwagen viel zu lange, bis sie beim Patienten eintreffen. Die Zeit ist aber der ausschlaggebende Faktor, wenn es um Reanimation und Defibrillation geht.

Studien belegen: Bei Herz-Kreislauf-Zusammenbruch sollte die Defibrillation innerhalb von 3 Minuten erfolgen

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute, da innerhalb kürzester Zeit die Gehirnzellen absterben. In solch einer Situation kann der schnelle Einsatz eines Defibrillators Leben retten. Wird eine Herz-Lungen-Wiederbelebung sofort eingeleitet und innerhalb von 3 Minuten ein Defibrillator eingesetzt, so steigen die Überlebenschancen von Betroffenen um 70%!

Guter Vorsatz – problematische Umsetzung: Hilfefrist wird oft nicht eingehalten

Die Hilfefrist gibt an, innerhalb welcher Zeit ein Krankenwagen am Unfallort eintreffen sollte. Die Zeitangaben werden jedoch von jedem Bundesland selbst festgelegt und sind nicht verpflichtend. Weiterhin gibt es auch Unterschiede in der Auslegung des Beginns der Frist. Im Bundesland Rheinland-Pfalz beispielsweise gelten 15 Minuten ab dem Zeitpunkt, zu dem der Krankenwagen losfährt bis zur Ankunft am Unfallort.  In Baden-Württemberg gilt die Frist ab Eingang der Meldung in der Leitstelle bis zur Ankunft am Notfallort.

Viele Rettungswagen brauchen aber noch viel länger, um den Unfallort zu erreichen – manchmal mehr als 20 Minuten. Die geforderte medizinische Eintreffzeit liegt bei 10 Minuten. Selbst diese Zeitvorgabe ist aber bei einer Herz-Kreislauf-Störung schon sehr lange, wenn man an die idealen 3 Minuten bis zur Defibrillation denkt.

Laien-Defibrillatore: Wertvolle Zeit sparen und Leben retten

Die Zeitproblematik kann durch die Anwendung eines Automatischen Externen Defibrillators (AED) ideal gelöst werden. Dabei handelt es sich um Defibrillatoren, die speziell für die Anwendung durch Erst-Helfer vor Ort geeignet sind. Solche Geräte führen Laien Schritt für Schritt durch die Erste-Hilfe und die Defibrillation.

Bei dem DOC-Rettungssystem  handelt es sich um solch einen AED. Das Rettungssystem verbindet Erst-Helfer sofort per Kommunikationseinheit mit dem Notruf 112. Ein professioneller Rettungssanitäter steht dem Helfer zur Seite und führt durch den Erste-Hilfe Prozess. Zusätzlich gibt der Defibrillator die nötigen Anweisungen für die Korrekte Durchführung der Defibrillation.

Der DOC-Defibrillator macht es möglich, Betroffene innerhalb von 3 Minuten zu defibrillieren. Die Wartezeit auf professionelle Hilfe bzw. den Krankenwagen kann von Erst-Helfern vor Ort genutzt werden, um eine extrem frühe Defibrillation durchzuführen, die letztendlich die Überlebensrate von Betrofffenen enorm erhöht. Somit entfällt der unsichere Faktor der Wartezeit auf den Krankenwagen komplett.

Wir setzten uns dafür ein, dass viel mehr Defibrillatoren an öffentlichen Orten und in Unternehmen installiert werden.

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